Unser Lebensraum

Das St. Ludger Senioren- und Pflegezentrum bietet älteren Menschen mit Pflegebedarf ein Zuhause, in dem sie sich geborgen und gut versorgt fühlen können. Für alle, die ihren eigenen Haushalt nicht mehr führen möchten oder können, gewährleisten wir eine rund um die Uhr verfügbare medizinische und pflegerische Betreuung. Zusätzlich bieten vielfältige Freizeit- und Kontaktangebote Möglichkeiten, Isolation zu überwinden und den Alltag abwechslungsreich zu gestalten. Wir schaffen einen Lebensraum, der Sicherheit bietet und gleichzeitig die größtmögliche Selbstständigkeit fördert.

Hausgemeinschaft

Gemeinschaft und Privatsphäre

Unser Hausgemeinschaftskonzept ermöglicht es dreizehn bis vierzehn Bewohnerinnen und Bewohnern, in einer Wohngemeinschaft zu leben, ohne auf den Komfort und die Rückzugsmöglichkeiten der eigenen vier Wände verzichten zu müssen. Dieses Modell, definiert vom Kuratorium Deutsche Altershilfe, bietet eine fachlich versierte, ressourcenorientierte Pflege, die auf die Stärken und Bedürfnisse unserer Seniorinnen und Senioren ausgerichtet ist.

Die Wohngemeinschaften verfügen jeweils über eine eigene Küche, in der täglich alle Mahlzeiten zubereitet und frisch gekocht werden. Ebenso fallen hier alltägliche hauswirtschaftliche Tätigkeiten an und es werden Gruppenaktivitäten durchgeführt. Jede Hausgemeinschaft besteht dazu aus mehreren großzügigen Einzelzimmern und einem Doppelzimmer, welche alle mit einem eigenen Bad ausgestattet sind. Dadurch wird unseren Bewohnerinnen und Bewohnern jederzeit die Möglichkeit zum Rückzug in die eigenen vier Wände geboten. Durch das Angebot, sein Zimmer auch mit eigenen Möbeln einzurichten, hat jeder Gast von Anfang an einen Bereich, der ihm vertraut ist. Das Einleben im neuen Umfeld des Senioren- und Pflegezentrums fällt dadurch bedeutend leichter. Auf Wunsch wird das Mobiliar auch von uns gestellt.

Einbindung in die Organisation

Unsere Hausgemeinschaften sind in die Organisation einer stationären Altenhilfe-Einrichtung eingebunden. Verwaltung, Leitung und Haustechnik werden konventionell betrieben, während Hauswirtschaft, Pflege und soziale Betreuung neu konzipiert sind. Präsenzkräfte sind den ganzen Tag anwesend und leben den Alltag gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, um eine vertraute und geborgene Umgebung zu schaffen.

Ressourcenorientierte Pflege und gemeinschaftliches Leben

Unsere Pflege unterstützt die Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben und hilft bei Kompetenzeinbußen und altersbedingten Krankheiten. Ziel ist die Erhaltung bzw. Wiedererlangung von Kompetenzen, um individuelle Wünsche und Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner zu fördern.

Kernelemente unserer Hausgemeinschaft

  • Familienähnlichkeit: Durch das Zusammenleben in kleinen Gruppen und durch permanente Anwesenheit einer Bezugsperson wird eine familienähnliche Atmosphäre entwickelt.
  • Geborgenheit: Durch die Kleingruppe und durch eine Gemeindenähe der Einrichtung bleiben die sozialen Strukturen der Bewohnerinnen und Bewohner erhalten.
  • Normalität: Um Geborgenheit zu gewährleisten, orientieren sich die Aktivitäten an denen eines „normalen“ Haushaltes.
  • Dezentralität: Eine zentrale Versorgungsstruktur verhindert in der Regel jeden Ansatz der Selbstversorgung und Selbstständigkeit. Insofern hat die Aufhebung oder sinnvolle Zurückführung von zentraler Versorgung nicht nur eine strukturelle, sondern vor allen Dingen eine wichtige inhaltliche Bedeutung.

In Gesellschaft und nicht allein

Anregung durch gemeinsame Aktivitäten sind für unsere Bewohnerinnen und Bewohner genauso wichtig, wie die Möglichkeit sich in die eigenen „vier Wände“ zurückziehen zu können. Denn gemeinsame Aktivitäten sind für das Wohlbefinden sehr wichtig.

Auf eine Beschäftigungstherapie, die auf einer weitgehend künstlichen Animation beruht, wird im St. Ludger Senioren- und Pflegezentrum bewusst verzichtet. Die Bewältigung des Alltages spiegelt sich in der Tagesstruktur der Hausgemeinschaft wider. Unsere Bewohnerinnen und Bewohner erleben im positiven Sinne einen „ganz normalen Alltag“.

Soweit erforderlich und sinnvoll werden therapeutische Maßnahmen eingesetzt wie:

  • Validation
  • Musiktherapie
  • Basale Stimulation

Alltag gestalten

Die Präsenzkräfte gestalten mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zusammen „ihren“ Alltag. Folgende Aktivitäten werden u.a. angeboten:

  • Kochen
  • Vorlesen (Tageszeitung, Bücher)
  • Spielnachmittage
  • Hausarbeiten
  • Gemeinsames Singen
  • Film und Fernsehen

Zu den hausgemeinschaftsübergreifenden Aktivitäten zählen u.a.:

  • Gemeinsames Rosenkranzbeten
  • Heilige Messe
  • Sitzgymnastik
  • Monatliches Kino
  • Feste und Feiern im Jahresverlauf